Unsere systemische Grundhaltung

Unsere Arbeit basiert auf den Grundlagen der systemtheoretischen Schulen, die seit etwa 45 Jahren viele verschiedene bewährte Denkansätze miteinander vereinen.

Kernpunkte der systemischen Sichtweise sind die „Theorie sich selbst erzeugender Systeme“ und der so genannte „erkenntnistheoretische Konstruktivismus“.

Wir denken und handeln systemisch.


Systemisches Denken

bedeutet für uns, den Menschen als autonomes Wesen zu verstehen, als Experten seiner selbst, seiner Lebensgeschichte und der Beziehungen, in denen er lebt.

Sowohl der Einzelne, als auch Familien, Gruppen und Organisationen werden von uns als Systeme gesehen, die in ihren biologischen, psychischen und sozialen Funktionen nach Homöostase (= funktionales Gleichgewicht) streben.
Droht ein System aus dem Gleichgewicht zu geraten, so versucht es, Homöostase wieder herzustellen.
Diesen Anpassungsprozess betrachten wir als einen Lösungsversuch, der unter Umständen dysfunktional sein kann, wenn er zu Verhaltensweisen, Denk- und Kommunikationsmustern führt, die individuell, familiär oder gesellschaftlich als „Problem“ empfunden werden.
Wir sehen diese Verhaltensweisen als Symptome, die innerhalb des Systems sinnhaft, jedoch nicht sinnvoll sind und auf Dauer zu Konflikten, Erstarrungen, Ausstoßungsprozessen und/oder Erkrankungen führen können.

Indem Menschen versuchen, die Welt – und damit auch familiäre und soziale Beziehungen in ihrer Komplexität - zu erfassen und zu verstehen, sind sie den Prozessen ihrer individuellen Wahrnehmung ausgesetzt.
Da das menschliche Gehirn versucht, die Umwelt so plausibel wie möglich abzubilden, reduziert es die Flut an Informationen, und der Mensch schafft eine vermeintlich objektive Realität. Diese Reduktion der Informationen wird beeinflusst durch lebensgeschichtliche, gesellschaftliche, familienimmanente und zum Teil über Generationen tradierte Regeln, Werte, Gebote, Tabus und Aufträge.


Systemisches Handeln

beinhaltet, dass wir in unserer Arbeit mit Systemen die oben genannten Prozesse bewusst machen. Wir regen Familien, familiäre Subsysteme und Einzelne dazu an, ihren Einfluss auf Kommunikation und Beziehungen zu reflektieren, neue Sichtweisen zuzulassen sowie vorhandene Ressourcen zu nutzen und Neue zu entwickeln. Für alle Beteiligten können so Perspektiven erschlossen werden, die von mehr Lebensqualität und funktionalen Lösungen geprägt sind.

Unsere Haltung gegenüber den Klienten zeichnet sich aus durch transparente Kommunikation, Respekt, Unvoreingenommenheit, Interesse und Wertschätzung.
Zur Erarbeitung neuer und zur Stärkung vorhandener hilfreicher Lösungen werden systemische Methoden angewandt, die es den Klienten ermöglichen, neue Sichtweisen zu entwickeln, ihre Kommunikationsfähigkeit zu stärken und Konflikte zu bewältigen.

Neueste Erkenntnisse der Neurobiologie fließen ebenso in unsere Arbeit ein wie unsere Erfahrungen aus Fortbildungen und Fachtagungen.
Um der Komplexität familiärer Systeme gerecht zu werden, arbeiten wir grundsätzlich im Co-Therapeuten-System, das sich in der Regel aus einer weiblichen und einer männlichen systemischen Fachkraft zusammensetzt.

Wir beziehen möglichst das gesamte Familiensystem und wichtige Personen aus dem Umfeld ein (z.B. Freunde, Verwandte, Nachbarn).
Gegebenenfalls arbeiten wir zeitweise mit Subsystemen der Familien (z.B. Eltern/Paar, Geschwister, Großeltern).
Wir legen Wert auf die Vernetzung mit weiteren Helfersystemen (z.B. Ärzte, Lehrer, Therapeuten), die die Familien aktuell unterstützen, bzw. in der Vergangenheit unterstützt haben.


Methoden unserer systemischen Arbeit

• zirkuläre Fragen
• selbstreflexiver Dialog
• Reflecting Team
• Familienskulpturen (nach V. Satir)
• Rollenspiele
• Skulpturenkasten
• Zeitstrahlarbeit
• Genogramme
• Rituale und symbolische Handlungen
• Externalisierungen von Symptomen
• Symptom-Verschreibungen
• paradoxe Interventionen
• Metaphern
• Abschlussinterventionen
• Hausaufgaben
• Gruppenarbeit
• Einsatz audio-visueller Medien
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  • Wir haben das Ziel und die Überzeugung, das Menschen, Eltern, Kinder, familiäre Systeme,
    Teams und Organisationen dauerhaft und ohne fremde Hilfe
    zukünftige Herausforderungen meistern können.

  • „Wir können jederzeit etwas Neues lernen,
    vorausgesetzt wir glauben, dass wir es können“
    (Virginia Satir)

  • „In meiner Praxis und in meinem Leben stelle ich fest, dass Menschen, die sich selbst als Ganzheit erleben und das Gefühl besitzen, selbst etwas wert zu sein, fähig sind, mit allen Herausforderungen des Lebens in schöpferischer und angemessener Weise fertig werden...Wachstum bedeutet, dass das Leben in beständiger Veränderung besteht, und es gibt keine Möglichkeit dies zu unterbinden...“
    (Virginia Satir)

  • „Ich bin frei, denn ich bin einer Wirklichkeit nicht ausgeliefert, sondern kann sie gestalten.“
    (Paul Watzlawick)

  • „Wenn Sie immer das tun, was Sie bisher getan haben, werden Sie auch immer das bekommen, was Sie bisher bekommen haben.“
    (A. Robbins)

  • „Verstehen kann man das Leben oft nur rückwärts, doch leben muss man es vorwärts.“
    (Sören Kierkegaard)

  • „Soll oder kann ich einen Menschen "ändern"? Ich glaube es nicht. Wenn ich ihm helfen kann, sich selbst ein wenig deutlicher zu werden, ist es viel. Dass Verborgenes hervortritt oder Störendes zurücktritt, ist viel - aber von der Änderung eines Menschen zu reden -; Welche Kühnheit!“ (unbekannt)

  • „Probleme sind verkleidete Möglichkeiten.“
    (Henry Ford)

  • „Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen; es ist die Vorstellung von den Dingen.“
    (Epiktet)

  • „Wichtig ist, nicht mit dem Fragen aufzuhören.“
    (Albert Einstein)

  • "...nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist."
    (Victor Hugo)

  • "Die Währung für systemischen Wandel ist Vertrauen und Vertrauen entsteht durch Beziehung"
    (Bruce Perry)

  • "Es gibt keine Lösungen im Leben. Es gibt Kräfte in Bewegung, die muss man schaffen, die Lösungen folgen nach."
    (Antoine de Saint Exupéry)